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Gasteditorial 3/00 Aus der Klostermedizin zum aktuellen Phytopharmakon der medizinische Weg der Calendula-Blüten
Die Ringelblume erfreut sich besonders in ihrer Anwendungsform
als Salbe schon lange großer Beliebtheit in der Volksmedizin. In den letzten Jahren
avancierte die Ringelblume, Calendula officinalis L., jedoch zu einer Arzneipflanze mit
nachgewiesener pharmakologischer Wirkung, Qualitätssicherung, kontrolliertem Anbau und
gesetzlicher Legitimierung. Vor kurzem wurde eine neu bearbeitete Monografie über
Calendulae Flos in das Europäische Arzneibuch aufgenommen. Der derzeitige Kenntnisstand
der Forschung wurde in einem Symposium am 24. 9. 1999, veranstaltet vom Institut für
Angewandte Botanik der Veterinärmedizinischen Universität Wien, gemeinsam mit der
Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie und der Gesellschaft für
Arzneipflanzenforschung vorgestellt und diskutiert. Der Themenbogen der internationalen
Referenten spannte sich über erwiesene pharmakologische Wirkungen, analytische
Nachweismethoden der Wirkstoffe in Ringelblumenzubereitungen, Anbau und Züchtung einer
neuen Ringelblumensorte mit hohem Wirkstoffgehalt, sowie über medizinische
Ass. Prof. Dr. Karin Zitterl-Eglseer PS: Auch von den Poeten ist Arnica montana nicht vergessen worden. In seinem 1922 gedruckten Kinderbuch »Alpenblumenmärchen« widmet der Schweizer Maler und Dichter Ernst Kreidolf (18631956) unserer Heilpflanze vier Verse. Wenn er auch auf die heute obsolete orale Nutzung der Tinctura Arnicae hinweist, wird doch die besondere Bedeutung dieser Arzneipflanze in wenigen lyrischen Zeilen betont.
Arnika
Ruhiger sinken zum Schlummer sie nieder. |