Editorial 1/98

Der richtige Weg der Phytotherapie in die Zukunft

Gehören Sie auch zu denjenigen, die sich für das neue Jahr wieder einiges vorgenommen haben? Uns vom Hippokrates Verlag geht es dann damit genau wie ihnen: Ab 1998 soll bei der Zeitschrift für Phytotherapie ein frisches Lüftchen wehen. Gemeint ist damit zunächst einmal das äußere Erscheinungsbild.

Die langjährigen Leser unter ihnen werden sich sicher noch an die früheren Ausgaben der Zeitschrift erinnem, die sich im Laufe der Zeit optisch immer wieder einmal in neuem Layout präsentierte - immer in dem Bestreben, Ihnen, liebe Leser, mit dem Heft nicht nur inhaltlich, sondem auch gestalterisch den Fortschritt auf dem Gebiet der Phytotherapie mitzuteilen. In einem Rückblick scheint uns dies auch meist gelungen zu sein.

Der gestiegenen Aufmerksamkeit, die die Phytotherapie bei Ärzten, Apothekern und Patienten in den letzten Jahren auf sich zieht, wollen wir nun mit einer neuen Gestaltung der Zeitschrift nachkommen. Der Nutzen für Sie zeigt sich gleich beim ersten Durchblättem: ein übersichtlicheres Inhaltsverzeichnis, bessere Lesbarkeit der Hauptarbeiten sowie Abbildungen und Tabellen, die Ihnen die wissenschaftlichen Fakten und Daten schnell erschließen werden.

Im Zuge dieser »äußerlichen« Neuerungen wird sich aber auch inhaltlich einiges weiterentwickeln. So führen wir beispielsweise eine speziell auf den Apotheker zugeschnittene Rubrik ein. Sie soll helfen, verschiedene Aspekte der Therapie mit Heilpflanzen direkt in die Praxis bzw. das Beratungsgespräch mit dem Kunden umzusetzen. Und in Interviews sowie einem »Expertenrat« möchten wir Sie auf interessante Themen und Probleme aufmerksam machen. Gleich im ersten Heft dieses Jahres erfahren Sie z.B. neueste Erkenntnisse über die Problematik kanzerogener inhaltsstoffe bei Heilpflanzen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Was sich über die Jahre bewährt hat, sollte jedoch nicht einfach dem sich ändemden Trend der Zeit unterworfen werden. Und so werden Sie in der »neuen« ZPT auch weiterhin all die vertrauten Elemente finden, die das Heft zu einer Zeitschrift Ihrer Wahl gemacht haben: Das Portrait einer Arzneipflanze im hinteren Teil der Zeitschrift bringt einen Rundum-Überblick über jeweils eine Heilpflanze. Hierbei werden aber nicht nur die pharmazeutischen und medizinischen Aspekte angesprochen, sondem meist auch der kulturhistorische Hintergrund der Pflanzen beleuchtet. Zudem referieren wir für Sie Publikationen aus internationalen Fachzeitschriften, besprechen Bücher und listen Ihnen relevante Seminar- und Kongresstermine für Ihre Fortbildung auf. Und auf den ersten Seiten der Zeitschrift finden Sie nach wie vor aktuelle Beiträge, z. B. über Richtlinien, biotechnologische Entwicklungen oder Ausschreibungen wissenschaftlicher Preise.

Verstärkt möchten wir aber auch Sie als Leser der Zeitschrift für Phytotherapie auffordern, aktiv am Inhalt der Hefte teilzuhaben - sei es durch Anregungen aus Praxis, Offizin oder Forschung oder indem Sie uns Wünsche, Ideen oder auch Kritik mitteilen. Auf diese Weise bleibt die ZPT eine lebendige und praxisnahe Zeitschrift.

Aber nun urteilen Sie selbst über die neue »alte« Zeitschrift für Phytotherapie. Wir sind gespannt auf ihre Reaktion. Viel Spaß beim Lesen!

Ulrike Fuchs